Sichere Seite, richtiger Abstand

kraemer_helmut__der_richtige_abstandEin milder Dezembersonntag trieb jüngst viele Münchner zu einem Nachmittagsspaziergang in den Englischen Garten. Von der kleinen Anhöhe am Monopteros blickte man auf sie wie auf einen Zug in vollendet gleichmäßiger Anordnung. Sie hielten, ohne zu wissen, wie, Abstand zueinander, waren sich dabei aber auch nicht fern, ganz so, als ob sie den Eindruck verwischen wollten, in Wirklichkeit Teil einer Masse zu sein. Ein friedliches Bild. Mehr lesen »

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Poesie, eiskalt

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Früher, so heißt es, habe es finstere Gestalten gegeben, die hätten den nichtsahnenden, ja geradezu nichts ahnenden Bürgern in finsteren Gassen aufgelauert, hätten sie überfallen und ihnen das Geld in einem sehr wörtlichen Sinn aus der Tasche gezogen. Manuelles, geradezu handwerkliches Verbrechen sozusagen. Mehr lesen »

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Neues Format

kraemer_helmut_drunter_und_drueberIn der Unterhaltungsbranche, insbesondere bei den Fernsehsendern, ist es üblich, wiederkehrende Sendungen als »Formate« zu bezeichnen: Soaps, Talkshows, Casting-Shows, Dokus, Magazine aller Art. Bei der Zuschauerschaft hat sich die Sprachkompetenz entsprechend weiterentwickelt, und nun wissen alle, was mit dem Format-Begriff gemeint ist. So entsteht Neues. Mehr lesen »

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Was denkt der Kühlschrank?

kraemer_helmut_unkontrollierte_gesellschaftDas Irgendwas entschwand irgendwann ins Irgendwo. Genaueres zu sagen ist mir nicht möglich. Zur Präzisierung lediglich noch dies: Das Irgendwas war eine E-Mail und das Irgendwo, wie sich letztlich nach längeren Nachforschungen herausgestellt hat, ein Nirgendwo. Mehr lesen »

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Dem Himmel sei Dank

06-01-14Die Angelegenheit ist groß genug. Man kann sie gar nicht übersehen, und doch bekommt man sie in der Regel nicht mit, weil die Augen auf den Boden gerichtet sind, den man nicht unter den Füßen verlieren will, oder auf den Tellerrand, über den hinauszugehen der Blick sich ziert. Auf Wichtigeres, auf Naheliegenderes, aufs Eigentliche oder auf weiß Gott was sonst. Einblicke, Überblicke, Ausblicke – zu schauen gibt’s immer etwas. Mehr lesen »

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Verklappung online

Das Internet nutzen in Deutschland, darüber weiß man Bescheid, gegenwärtig 54,2 Millionen Menschen ab 14 Jahren zumindest gelegentlich. Das ist in dieser Bevölkerungsgruppe ein Anteil von 77,2 Prozent. Ich gehöre dazu. Dabei beträgt die durchschnittliche tägliche Online-Verweildauer annähernd drei Stunden (exakt 169 Minuten). Man kann darin ein Potenzial sehen. Das denken sich gewiss Viele. Aber ein Potenzial wofür? Mehr lesen »

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Leihklugheit

kraemer_helmut_leicht-bewegtLiest heute eigentlich noch jemand Goethe? Oder Schopenhauer? Man hört gelegentlich von Moden des Geistes reden. Warum das so ist, wäre einmal genauer zu durchdenken. Mag sein, es ist der Widerschein des Genialen, der die Leute anzieht, und damit hat’s, wenn es erlaubt ist, mit dem Zeitgeist zu beginnen, in etwa folgende Bewandtnis. Mehr lesen »

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Im Vorfeld

kraemer_helmut_tote_aerzte_6Lautes ist immer noch zu hören in Berlins geografischer Mitte, auch wenn schon seit 2008 vom Flughafen Tempelhof aus nicht mehr geflogen wird. Der ist jetzt eine »Eventlocation«. Dieser Tage gaben die Ärzte und die Toten Hosen hier Konzerte vor großer Kulisse, so um die 50.000 waren gekommen. Wer jedoch vor ihnen am Ort des Geschehens war, sah vor allem das Folgende: Organisation. Mehr lesen »

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  • Altes und ganz Altes